Wolfram Markert am OP-Mikroskop

Besonderheiten

Der Erhalt Ihrer vorhandenen Zahnsubstanz steht für uns immer im Vordergrund. Aber auch, wenn vordergründig nichts mehr da ist, können wir Ihnen helfen. Dabei kommen unter anderem folgende Techniken zum Einsatz:

Implantologie

Sie ist eine Variante zu Brücken und Prothesen. Implantate sind so etwas wie künstliche Zahnwurzeln. Sie werden im Kieferknochen befestigt und wachsen im Laufe der Zeit in den Kieferknochen ein. Auf dieser neuen Zahnwurzel kann dann der Zahnersatz fixiert werden. Das können zum Beispiel Kronen oder Brücken sein, die dauerhaft angebracht werden. Implantate können darüber hinaus auch als Anker für herausnehmbaren Zahnersatz wie Voll- oder Teilprothesen dienen.

Unsere Besonderheit: Wir verfahren besonders schonend und erfolgssicher mit dem computertomografiegestütrzten dreidimensionalen Planungssystem NobelGuide.

Implantate bestehen in der Regel aus Reintitan. Dieses Material, das zusätzlich noch mit Keramik beschichtet sein kann, ist gut verträglich und heilt gut in den Knochen ein. Es gibt viele Anwendungsbeispiele für Implantate, allerdings kann ein Implantat nicht bei jedem Patienten bedenkenlos – Vorerkrankungen wie Rheuma, Diabetes, Rauchen sind zu beachten(!) – eingesetzt werden. Sprechen Sie daher mit unserem Team.

Nach einer Beratung sowie umfassender Diagnostik wie Knochendichtemessung, Familienanamnese, etc. und der Besprechung des Therapieplanes – einschließlich aller Risiken und Nebenwirkungen – können Sie sich dann immer noch entscheiden.

Nach einer Implantation liegt die Lebensdauer eines Implantates bei etwa 10 bis 15 Jahren.

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Endodontie (Wurzelkanal-Therapie)

Unter Endodontie versteht man die Behandlung des Wurzelkanalsystems. Man möchte damit Zähne erhalten, die früher verlorengegangen wären.

Besonderheiten bei uns:

  • Behandlung in schwierigen Fällen unter dem Operationsmikroskop
  • Minimierung des Risikos von Instrumentenbrüchen durch mikroprozessorgesteuertes Aufbereitungssystem
  • Elektrometrische Bestimmung der Wurzellänge

Eine Endodontie (Behandlung des Wurzelkanals) kann durchgeführt werden bei:

  • tiefer Karies bis zur bakteriellen Infiltration des Nervs
  • einer Verletzung (Trauma), die zum Absterben des Nervs geführt hat
  • einer Entzündung der Wurzelspitze (apikale Parodontitis)
  • vor prothetischen Versorgungen, wenn so wenig Zahnsubstanz übrig ist, dass ein Stiftkern-Aufbau erfolgen muss

Behandlung

Der Sinn einer Endodontie liegt in einem bakteriendichten Verschluss des Zahns "in alle Richtungen", d.h. an der Wurzelspitze und zur Mundhöhle hin. Zunächst wird bei der Behandlung des Wurzelkanals der betroffene Zahn aufgebohrt (trepaniert) und mit kleinen Nadelinstrumenten gereinigt. Zwischendurch wird mit desinfizierenden Lösungen gespült.

Je nach Schmerzzustand wird der Zahn vorübergehend mit einer medizinischen Einlage versehen. Dies kann eine antibakterielle Paste oder ein kortisonhaltiges Präparat sein.

Der Wurzelkanal wird nun weiter aufbereitet, bis so genannte "trockene Späne" aus dem Kanal kommen, d.h. kein infiziertes Material mehr vorhanden ist. Zum Abschluss wird der Wurzelkanal aus einer Kombination von Guttapercha (ein Harz mit Zinkoxid) und Zement gefüllt.

Eine Röntgenkontrolle der Wurzelfüllung beendet die Wurzelkanal-Behandlung.

Folgebehandlung einer Endodontie

Eine wurzelgefüllter Zahn sollte im Kaudruckbereich mit einer Teilkrone oder Krone verschlossen werden, da dort eine größere Bruchgefahr besteht. Denn erstens ist der Zahn "hohl" und zweitens fehlt eine "Rückmeldung" beim Zubeißen, da der Zahn selbst nicht mehr sensibel ist.

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Prothetik

Durch Karies, Parodontitis, Nichtanlage von Zähnen oder durch Unfälle kann es zu Zahnverlusten kommen. Diese durch Kronen, Brücken, Voll- oder Teilprothesen zu ersetzen ist das Behandlungsgebiet der Prothetik.

Hier verfahren wir durch optimierte, auf den jeweiligen Fall zugeschnittene Präzision im Abdruckverfahren. Unser stetes Bemühen ist es, hohen funktionellen und ästhetischen Ansprüchen gerecht zu werden, in enger und persönlicher Zusammenarbeit mit hervorragenden zahntechnischen Labors.

Diese lassen sich unterteilen in:

  • festsitzender Zahnersatz
  • Einzelkronen, ggf. in Verbindung mit einem Zahnimplantat
  • Brücken
  • herausnehmbarer Zahnersatz:
    • bedingt herausnehmbar (= kombiniert festsitzend/herausnehmbar)
    • herausnehmbar

Als Materialien stehen Edelmetall-Legierungen, Nicht-Edelmetall-Legierungen, Keramiken und Kunststoffe zur Verfügung. Bevor ein Zahnarzt den Patienten mit Zahnersatz versorgt, erstellt er einen Heil- und Kostenplan, den der Patient bei seiner Krankenkasse einreicht und von dieser die Zusage der Kostenübernahme erhält (gilt nur für Deutschland und gesetzlich versicherte Patienten).

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Totalprothetik

Grundsätzlich werden totale Prothesen immer dann angefertigt, wenn im Kiefer keine eigenen Zähne mehr vorhanden sind. In diesen Fällen gibt es dann auch keine Anhaltspunkte mehr bezüglich Größe, Form, Stellung, Länge der Zähne.

Um hier perfekte Ästhetik und Funktion zu erreichen sind mehrere zahntechnische Faktoren wichtig. Es sollten auf keinen Fall konfektionierte Fabrikzähne verwendet werden. Entweder passt der Zahntechniker Prothesenzähne in Farbe und Form auf die Situation des Patienten an oder noch besser, es werden im besonders sichtbaren Frontzahnbereich die Keramikzähne individuell hergestellt.

Die einzelnen Zähne werden dann, um einen optimalen Zahnersatz zu erhalten, vor Ort am Patienten direkt nach phonetischen und ästhetischen Gesichtspunkten, Zahn für Zahn richtig plaziert. Diese in Farbe, Form und Stellung auf den Patienten abgestimmten Zähne werden zum Abschluss mit einem von der Natur nicht zu unterscheidenden künstlichen Zahnfleisch umgeben.

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Minimalinvasives Vorgehen

Minimalinvasiv, engl.: minimal-invasive; von minimal = wenig und invasiv = eindringend; bezeichnet grundsätzlich eine Behandlungstherapie bzw. -ergebnis unter „größtmöglichster Schonung nicht erkrankter Gebiete". Der Begriff wird für „Vermeidung einer Überbehandlung", in der Zahnheilkunde im Zusammenhang mit der Füllungsbehandlung („Adhäsivpräparation", „prevention of extension") und der Behandlung von Zahnfleischerkrankungen gebraucht.

Als Idealvorstellung gilt eine Technik, die wenig invasiv, aber trotzdem eben effektiv ist. Neuere Verfahren auf diesen Gebieten legen besonderes Augenmerk auf diesen Aspekt und tragen – neben einer Schonung der umliegenden, gesunden Gewebe – zur guten Compliance bei.

Minimalinvasiv bedeutet z.B. auch, dass eine Karies im Frühstadium (Initialkaries) durch Verbesserung von Ernährung und Mundhygiene, Fluoridierungsmaßnahmen, Versiegelung und antibakterielle Methoden zum Stillstand gebracht werden kann.

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